Einreiseverbot
Verfahren

Duldung und Karte für Geduldete: was sie beim Einreiseverbot bedeutet

Was Duldung nach § 46a FPG bedeutet, warum sie kein Aufenthaltstitel ist und wie sie mit Rückkehrentscheidung und Einreiseverbot zusammenhängt.

Mag. Mirela Saric
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Mag. Mirela Saric

Rechtsanwältin · Deutsch und BKS

Mirela Saric begleitet Mandantinnen und Mandanten bei fremdenrechtlichen Fragen mit klarer Struktur: Bescheid prüfen, Fristen sichern, Strategie festlegen und rasch handeln. Sie berät auf Deutsch sowie Bosnisch/Kroatisch/Serbisch.

30. Juni 2026 · Mag. Mirela Saric, Rechtsanwältin

Duldung und Karte für Geduldete: was sie beim Einreiseverbot bedeutet ist ein enger Praxis-Detailfrage im Fremdenrecht. Wer nur das allgemeine Einreiseverbot betrachtet, übersieht oft, dass dieser Punkt eigene Voraussetzungen, eigene Belege und eigene Verfahrensfragen auslöst.

Entscheidend ist, warum eine Abschiebung derzeit nicht möglich ist und ob daneben Rückkehrentscheidung oder Einreiseverbot weiter aufrecht sind.

Die Hinweise ersetzen keine Prüfung des Einzelfalls. Sie zeigen, welche Unterlagen und Fragen Sie vor einem anwaltlichen Erstgespräch vorbereiten können.

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Beantworten Sie drei kurze Fragen. Die Auswertung zeigt, welche Unterlagen und nächsten Schritte zu diesem Schwerpunkt passen.

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01 Frage 1

Welche Duldungsfrage steht bei Ihnen im Vordergrund?

Die Karte für Geduldete ist kein Aufenthaltstitel. Entscheidend ist, warum die Abschiebung nicht durchgeführt wird und was das für Rückkehrentscheidung und Einreiseverbot bedeutet.

Alle Pfade im Überblick

Übersicht aller Antworten.

01

Der Duldungsgrund erklärt den Vollzugsstopp, nicht automatisch das Aufenthaltsrecht.

Eine Duldung kann relevant sein, wenn Abschiebung aus bestimmten Gründen nicht möglich ist. Sie ersetzt aber nicht die Prüfung von Rückkehrentscheidung, Einreiseverbot oder Aufenthaltstitel.

Der konkrete Grund sollte mit Unterlagen belegt und von bloßen Verzögerungen getrennt werden.

02

Bei der Karte zählen Nachweis, Gültigkeit und Änderungen.

Für die Karte für Geduldete sind aktuelle Unterlagen, behördliche Aufforderungen und Änderungen der persönlichen Situation wichtig. Verlängerung und Verlust sollten nicht erst nach Ablauf geklärt werden.

Dokumentieren Sie Zustellung, Gültigkeitsdaten und jede neue Mitteilung der Behörde.

03

Duldung hebt ein Einreiseverbot nicht automatisch auf.

Wer aus einer Duldung einen Aufenthaltstitel oder das Ende des Einreiseverbots ableiten möchte, braucht eine eigene rechtliche Prüfung. Duldung und humanitärer Aufenthaltstitel sind verschiedene Ebenen.

Es sollte geprüft werden, ob ein Antrag, eine Verkürzung oder ein anderer Schritt überhaupt passt.

Worum es rechtlich geht

Duldung nach § 46a FPG beschreibt eine besondere Situation, in der eine Abschiebung vorübergehend nicht durchgeführt wird. Sie ist kein allgemeiner Aufenthaltstitel und hebt ein Einreiseverbot nicht automatisch auf.

Für Betroffene ist wichtig, die Ebenen zu trennen: Bescheid, Rechtsmittel, Vollzug und spätere Antragstellung folgen nicht immer derselben Logik. Deshalb sollte der konkrete Spruch des Bescheids zuerst gelesen werden.

Auch scheinbar kleine Formulierungen können relevant sein. Ob eine Maßnahme auf Rückkehrentscheidung, Aufenthaltsverbot, Einreiseverbot oder eine Vollzugsfrage gestützt wird, entscheidet über die nächsten Schritte.

Welche Unterlagen in der Praxis zählen

Ausgangspunkt sind der vollständige Bescheid, Zustellnachweise, bisherige Anträge, frühere Entscheidungen und Dokumente zur persönlichen Situation. Je nach Thema kommen medizinische Unterlagen, Familiennachweise, Aufenthaltskarten, Arbeitsbestätigungen oder Übersetzungen hinzu.

Wichtig ist eine kurze Chronologie. Wann wurde was beantragt, zugestellt, beantwortet oder nachgereicht? Diese Reihenfolge hilft, offene Fristen und mögliche Lücken zu erkennen.

Unterlagen sollten nicht wahllos gesammelt werden. Besser ist eine Ordnung nach Spruchpunkt, Beweisthema und Datum. So lässt sich rasch prüfen, welche Argumente bereits belegt sind und was noch fehlt.

Konkrete Einordnung für den Einzelfall

Entscheidend ist, warum eine Abschiebung derzeit nicht möglich ist und ob daneben Rückkehrentscheidung oder Einreiseverbot weiter aufrecht sind.

Die allgemeinen Beiträge zu Rückkehrentscheidung, Einreiseverbot, § 50 FPG und Aufenthaltstitel bleiben die Anker. Dieser Beitrag vertieft nur die konkrete Unterfrage, damit keine zweite allgemeine Darstellung entsteht.

Praxispunkt: Prüfen Sie zuerst den konkreten Spruch des Bescheids. Viele Fehler entstehen, wenn Rückkehrentscheidung, Einreiseverbot, Aufenthaltsverbot, Vollzug und spätere Anträge in einen Topf geworfen werden.

FAQ

Häufige Fragen zu diesem Schwerpunkt.

Ist dieses Thema ein eigenes Rechtsmittelthema? +

Ja, als eigener Prüfungsschwerpunkt. Es ersetzt nicht die allgemeine Beschwerdeprüfung, zeigt aber, welche konkrete Unterfrage im Bescheid oder Verfahren wichtig sein kann.

Welche Unterlagen sollte ich zuerst bereithalten? +

Bescheid, Zustellnachweis, bisherige Anträge, frühere Entscheidungen und Nachweise zur persönlichen Situation sind der Ausgangspunkt. Danach wird nach Thema ergänzt.

Kann eine allgemeine Auskunft den Einzelfall klären? +

Nein. Die allgemeine Information hilft bei der Vorbereitung. Ob ein Schritt sinnvoll ist, hängt vom Bescheid, vom Verfahrensstand und von den Belegen ab.

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